Mein erstes Equipment… ging zurück.
Veröffentlicht am: 22.11.2020
Geschrieben von: Dorian

Em… ja… wie heißt es so schön: Hinterher ist man immer schlauer. 😅 Das trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf. Kennst du das Gefühl, wenn du richtig, richtig Bock hast etwas Neues anzufangen? Dir dafür neue Sachen zu kaufen, am besten nicht zu teuer und dann richtig loszulegen? So mit allem drum und dran? Das Bestellen kann gar nicht schnell genug gehen und die Lieferung braucht dann immer zu lange. 😄 So ging es mir mit dem Start in mein neues Hobby Bier brauen auch. Nach einer kurzen (zu kurzen) Recherche habe ich einen Einkochautomaten und einen Fermentierbehälter (Fermenter) jeweils aus Edelstahl bestellt.

Ich verzichte in diesem Beitrag absichtlich auf Markennennungen. Bei weitergehendem Interesse kannst du mir gern eine Mail oder via Instagram schreiben.

Nachdem die guten Teile und auch alle benötigten Rohstoffe (separater Shop) angekommen waren, konnte es losgehen. Den Einkocher und den Fermenter erstmal gründlich reinigen. Nach der Erfahrung und mit dem neuen Equipment kann ich jedem bereits bei diesem Teil nur raten sich schlau zu machen. Es steht zwar überall, dass Spülmittel der Tod für das Brauen ist, aber man muss damit vor vorsichtig genug umgehen und sehr gründlich mit klarem Wasser nachspülen. Im Nachhinein hätte ich die Gerätschaften wahrscheinlich besser, sagen wir eher anders reinigen sollen. Zur Reinigung habe ich wasserfreie Soda genutzt, was ich ca. ein halbes Jahr später auch immer noch verwende.

Das Brauen verlief an sich gut. Von diversen Anfangsfehlern und Fehleinschätzungen sehe ich mal in diesem Post hier ab, sonst wäre ich wahrscheinlich morgen noch nicht fertig. Nach dem die Würze abgekühlt war stand dann das Abfüllen in den Fermenter an. So weit so gut. Nach dem die Hefe, so weit sie konnte, ich Arbeit verrichtet hatte und das Kalthopfen durch war, kam die Abfüllung in Flaschen als nächstes. Und spätestens damit kam auch das große Erwachen. Beim Öffnen des Fermenters, um den Hopfen für das Kalthopfen (Dryhopping) hinzuzugeben, hatte ich schon den sehr schwarzen Rand an der Behälterwand wahrgenommen (siehe Bild). Nach einer kurzen Recherche standen Hopfenharze und diverse andere Stoffe zur Auswahl. Letztendlich machte mich ein Beitrag im Hobbybrauerforum komplett stutzig.

Das Problem des schwarzen Randes in diesem Fermenter scheint kein Einzelfall zu sein und zu dem etwas, dass gut Spuren hinterlässt, wie du dem verschmierten Küchentuch entnehmen kannst (siehe Bild). Damit du dich damit wirklich auseinander setzen kannst und auf was es bei einem Edelstahlbehälter so alles ankommt, findest du hier den Link zum Beitrag im Forum.

Ja… was soll ich sagen. Nachdem klar war, dass diese tiefschwarzen Reste eher keine Hopfenharze und Hefebrandreste waren, habe ich dennoch alles in Flaschen abgefüllt. Die Hoffnung, dass es den Geschmack nicht beeinträchtigt hat und auch nicht lebensgefährlich ist (hoffentlich), starb zu letzt. Nach getaner Arbeit und gründlicher Reinigung ging also gesamte Equipment via Retoure zurück an den Hersteller. Mit dem Einkocher gab es zwar keine Probleme, aber ich traute der Sache nicht mehr. Das Ganze Prozedere der Rückabwicklung lief ohne Probleme ab und es wurde anstandslos zurückgenommen. Beim Kauf des nachfolgenden Equipment habe ich zuvor deutlich mehr recherchiert und nachgelesen. Ein Merkmal für Gärbehälter aus Edelstahl möchte ich dir an dieser Stelle schon mitgeben. Achte darauf, dass die Innenwand glatt ist, es sich also nicht um gebürsteten Edelstahl handelt. Das sieht zwar schick aus, bietet aber viel zu viel Platz für Dreck und unliebsame Untermieter.

Ich wollte mir von so etwas, von Material, nicht den Spaß am Brauen verderben lassen.

Wenn du also Bock hast mit dem Bier brauen zu starten, dann go! 🚀 Lies dich ein frag Leute, die schon ein bisschen Erfahrung haben, so schnell wie möglich ins Hobbybrauerforum und nach passenden Beiträgen suchen. Welche Quelle nicht außer Acht gelassen werden darf sind die mittlerweile immer mehr werdenden Hobbybrauerlektüren. Ich persönlich habe mit den Werken von Ferdinand Laudage angefangen. Unter diesem Link findest du seine Bücher.
Nun aber genug Geschwafel – auf an den Kessel und los! Ich wünsche dir all Zeit gut Sud. 🙃🍺

Hast du noch irgendwelche Fragen oder selbst Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht?
Dann würde ich mich über ein Kommentar von dir freuen, so können wir alle von einander lernen. 🙃

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